Borretsch

"Borago officinalis L." Die Blätter und Blüten des Borretsch besitzen einen gurkenähnlichen Duft und Geschmack, weshalb er im Volksmund als Gurkenkraut bekannt ist. Seine zarten, azurblauen, sternförmigen Blüten leuchten anziehend und stehen optisch in einem eigenartigen Kontrast zu seinen fleischigen und behaarten Blättern.

Hier passt Borretsch

Die Blätter des Borretsch finden vor allem in Salaten und Suppen Verwendung. Er ist Hauptbestandteil der bekannten Frankfurter kalten "Grünen Sauce", die ähnlich einer Vinaigrette zu gekochtem Fleisch, Fisch oder kaltem Braten gereicht wird. Borretsch verleiht auch diversen Teemischungen eine frische Note.

Unser Küchentipp

Die Blätter erst im letzten Moment fein hacken und nur ganz kurz mitkochen. Mit den essbaren Blüten lässt sich ein Salatteller lieblich dekorieren; die Blüten allerdings erst kurz vor dem Servieren dazugeben, da Essig deren Farbe verändern kann.

Borretsch aus dem Garten

Borretsch lässt sich problemlos im Garten anpflanzen. Das Kraut ist relativ anspruchslos, bevorzugt eher trockene und warme Standorte, eignet sich aber aufgrund der langen Wurzeln nicht für den Anbau im Topf.

Und ausserdem...

Borretsch sollte frisch nur in gemässigten Mengen konsumiert werden, da er für die Leber toxische Substanzen besitzt. Nativ gepresstes Borretschsamenöl enthält Gamma-Linolensäure und gilt damit als Zaubermittel bei Hautproblemen und –erkrankungen.

Spannend zu wissen

Borretsch genoss in früheren Zeiten den Ruf, die Lebensgeister zu wecken, er symbolisierte Fröhlichkeit und Lauterkeit im Denken. Diese Eigenschaften lassen sich jedoch aus pharmakologischer Sicht heute nicht mehr nachvollziehen.