Salbei

"Salvia officinalis".Der Name Salbei leitet sich vom lateinischen "salvere" oder "salvare" ab, was "gesund sein und bleiben" oder "heilen" bedeutet: ein klarer Hinweis darauf, dass das Kraut im Altertum und Mittelalter als die Heilpflanze schlechthin galt. Salbei hinterlässt auch in der Küche deutliche Spuren, wo er mit seinem markanten, leicht bitteren Aroma vielen Gerichten einen unverwechselbaren Geschmack verleiht.

Hier passt Salbei

Salbei ist mit seinem eigentümlichen, würzig-balsamigen Aroma wichtiger Bestandteil der zentral- und norditalienischen Küche. Typische und bekannte Spezialitäten sind z.B. "Saltimbocca alla romana" und "Gnocchi mit Salbeibutter". Mit ihm lassen sich Essige und Öle wundervoll aromatisieren, er passt zu Tomatengerichten, Marinaden, Saucen und Dips, Hülsenfrüchten, Quark und Frischkäse. Salbei harmoniert mit Knoblauch und Zwiebel, Ingwer sowie Zitronenaromen.

Unser Küchentipp

Durch Trocknen wird Salbei (noch) intensiver, deshalb sind frische Blätter – ganz oder in Streifen geschnitten - vorzuziehen. So oder so ist Salbei sorgfältig zu dosieren. In Olivenöl knusprig fritierte Salbeiblättchen werden zur originellen Dekoration oder schmackhaften Suppeneinlage.

Salbei aus dem Garten

Das Kultivieren von Salbei ist einfach. Er ist relativ unempfindlich, wächst in Töpfen wie im Freien, in der Sonne wie im Halbschatten. Obwohl er starken Frost nicht mag, übersteht er die hiesigen Winter in der Regel gut.

Und ausserdem...

Die Heilkräfte des Salbeis sind unumstritten. Er gilt als antioxidativ und antibakteriell und bekämpft nachweislich Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Weiter reguliert Salbei die Produktion der Schweissdrüsen und kann ausgleichend auf den Stoffwechsel wirken.

Spannend zu wissen

Massiert man mit der Oberseite eines Salbeiblattes Zähne und Zahnfleisch, werden Zahnbeläge entfernt, Bakterien abgetötet, das Zahnfleisch gestärkt und der Atem erfrischt.